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Lassen wir Schneehuhn und Schneehase leben!

Zeit zu handeln!

Schneehasen und Schneehühner sollen nicht mehr bejagt werden, denn der Bestand nimmt ab und sie sind bereits jetzt auf der roten Liste der bedrohten Arten zu finden. Eine Bejagung bedrohter Tierarten ist nicht mehr zeitgemäss. Zudem ist der Rückgang nicht von vorübergehender Art und ihr Lebensraum schrumpft (Klimawandel, menschliche Infrastrukturen und Störungen). Darüber hinaus gibt es weder eine biologische oder wissenschaftliche Rechtfertigung noch einen ökologischen Nutzen für die Bejagung von Schneehasen und -hühnern.

Deshalb lanciert eine breite Allianz von Urnerinnen und Urnern die Initiative: Schneehuhn und Schneehase leben lassen!

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Co-Präsidium und Komitee.

Komitee

Hinter der Initiative steht eine breite, überparteiliche Allianz. Das Initiativkomitee wird von Ludwig Loretz und Chiara Gisler im Co-Präsidium geführt. Beide haben sich gemeinsam im Landrat intensiv für das Schneehuhn und den Schneehasen eingesetzt. Unterstützt werden sie von zahlreichen Menschen, Parteien und Verbänden. 

Unterstützende

Ludwig Loretz, Co-Präsident Initiativkomitee, Landrat FDP, Andermatt

Chiara Gisler, Co-Präsidentin Initiativkomitee, Landrätin SP, Altdorf

 

Kevin Anderegg, Schattdorf

Patrick Arnold, Silenen

Erwin Barentsen, Andermatt

Susanne Bätscher-Planzer, Bürglen

Noel Baumann, Präsident JGLP, Altdorf

Hanspeter Berger, Präsident Tierschutzverein Uri, Andermatt

Franz Bricker-Grepper, Flüelen

Ernst Dittli, Erstfeld

Gerda Dittli, Erstfeld

Alena Fedier, Seelisberg

Patrick Fedier, Seelisberg

Joël Furrer, GLP, Schattdorf

Lorenz Gamma, Erstfeld

Bea Gerke, Co-Präsidentin Ökologischer Jagdverein Schweiz

Stefanie Gisler, Co-Präsidentin JUSO, Altdorf

Andreas Grepper, Silenen

Esther Handoura, Schattdorf

Bruno Imhof, Altdorf

Jonas Imhof, Altdorf

Mana Kieliger, Altdorf

Sandro Krättli, Co-Präsident Ökologischer Jagdverein Schweiz

Peter Langenegger, SAC Sektion Piz Lucendro

Cornelia Loretz, Andermatt

Valerie Loretz, Andermatt

Eveline Lüönd, Präsidentin GRÜNE, Schattdorf

Carlo Mondini, Seedorf

Flavia Mondini, St. Gallen

Gaby Mondini-Walker, Vorstand Pro Natura Uri, Seedorf

Lea Müller, Altdorf

Marco Planzer, Schattdorf

Patricia Renner, Küttigen

Christa Riedi, Präsidentin WWF Uri, Schattdorf

Marco Roeleven, FDP, Altdorf

Veronika Rojek-Wöckner, Amsteg

Annalise Russi, Altdorf

Valentin Schmidt, Vorstand GRÜNE Uri, Altdorf

Beatrice Walker, Steinen

Pia Tresch-Walker, Erstfeld

Irma Walker, Andermatt

Raphael Walker, Landrat GRÜNE, Altdorf

Loa Wild, Vizepräsidentin JGLP, Altdorf

Alexandro, Wöckner, Amsteg

Martina Wüthrich, Bürglen

Urs Wüthrich, NGU, Bürglen

Walter Wüthrich, Vorstand SAC Gotthard, Altdorf

Nadine Zimmermann, Altdorf

Gina Zopp, Andermatt

Leoni Zopp, Andermatt

Angelica Züst, Geschäftsleitung SP Uri, Altdorf

Liste wird laufend ergänzt (Stand 16.4.2024)

Unterstütze die Initiative.

Danke für die Unterstützung

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Anliegen.

Anliegen & Argumente

Warum eine Volksinitiative?

Der Regierungsrat hat 2023 die kantonale Jagdverordnung teilrevidiert – das heisst überarbeitet. Zuerst führte der Regierungsrat gewichtige und sachliche Argumente auf, weshalb die Bejagung nicht mehr zeitgemäss ist. Nach einem kuriosen Richtungswechsel sollen Schneehase und Schneehuhn dennoch weiterdezimiert werden. Der Landrat stimmte am 4. Oktober 2023 der Weiterführung der Dezimierung relativ knapp mit 30:23 zu. Aus unserer Sicht müssten Entscheide faktenbasiert sein und nicht von Ideologien geleitet. Wir sind es, welche dabei die Verantwortung zur Biodiversität tragen. Doch die Zeit drängt für die beiden Tierarten und es ist jetzt nötig einzugreifen, um diesen bedrohten Tieren eine ausreichende Überlebenschance zu geben. Wir können heute ein Zeichen setzen, welches den Kanton Uri in Sachen „Sorge tragen zur Natur“ positiv nach Aussen präsentiert. Deshalb lancieren wir die Volksinitiative «Schneehuhn und Schneehase leben lassen!».

 

Was will die Initiative?

Schneehasen und Schneehühnern sollen nicht mehr bejagt werden dürfen. Die Initiative verlangt daher im Artikel 7 der Kantonalen Verordnung zum Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdverordnung, KJSV) (vom 14. Dezember 19881; Stand am 1. Februar 2024) die Schneehasen und Schneehühner von der Liste der jagdbaren Tiere zu streichen. Folglich darf das Patent für die Niederwildjagd nicht mehr zur Jagd auf Schneehasen und Schneehühner berechtigen.

 

Eine Bejagung bedrohter Tierarten ist nicht mehr zeitgemäss. Höchste Zeit für eine verantwortungsbewusste und vorausschauende Änderung der Kantonalen Jagd und Schutzverordnung (KJSV). Jedes Individuum ist also wertvoll! Geben wir dem Alpenschneehuhn und dem Schneehasen eine weitere Hoffnung, indem wir auf die Bejagung verzichten.

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Argumente.

Der Regierungsrat führte im Bericht zur Jagdverordnung gewichtige und sachliche Argumente auf, weshalb die Bejagung nicht mehr zeitgemäss ist. Das Schneehuhn und der Schneehase müssen geschont werden. Die Schweiz allgemein und der Kanton Uri als Alpenkanton ganz speziell tragen eine grosse internationale Verantwortung für diese beiden Arten. 40% der mitteleuropäischen Population des Alpenschneehuhns brütet in unserem Land. Fast überall in der Schweiz nimmt der Bestand beider Arten ab. Das Alpenschneehuhn gehört gemäss der Vogelwarte zu den besonderen Verlierern des Klimawandels und dessen Bestandesrückgang ist damit nicht von vorübergehender Art. Zudem schrumpft ihr Lebensraum und ist insbesondere im Kanton Uri aufgrund der neuen Infrastrukturen auch immer zerstückelter. Die zahlreicher werdenden Störungen durch die menschliche (Freizeit-)Nutzung im alpinen Raum setzen beiden Arten stark zu. Dazu kommt, dass der Konkurrenzdruck mit anderen Arten, die wegen des Klimawandels ihren Lebensraum in die Höhe ausdehnen, den Lebensraum der beiden Arten zusätzlich beeinträchtigen. Da zu all dem die Populationen ziemlich isoliert sind, fehlen auch noch Einwanderungsquellen und eine Erholung der Bestände ist nicht zu erwarten. Die beiden Arten verursachen keinerlei Schäden oder Verluste für menschliche Interessen, sondern sind selbst enorm unter Druck: Die Vogelwarte bilanzierte bereits im Jahr 2013, dass «entsprechend dem Vorsichtsprinzip der Jagddruck sofort reduziert werden sollte und bei einer weiteren Abnahme gänzlich auf die Bejagung verzichtet werden sollte». Gemäss dem Brutbestandindex ist der Schneehuhn-Bestand seither weiter gesunken, entsprechend muss aus objektiven Gründen spätestens jetzt auf die Bejagung verzichtet werden. Die Dringlichkeit ist hoch. Es gibt also weder eine biologische oder wissenschaftliche Rechtfertigung noch einen ökologischen Nutzen für die Bejagung von Schneehasen und Schneehühnern (im Gegensatz beispielsweise zurJagd zur Reduktion des Verbissdruckes beim Schalenwild). Aus traditionellen Gründen auf eine Bejagung zu pochen, um Trophäen zu jagen, die weder zeitgemäss noch ökologisch sinnvoll sind, ist rückwärtsgewandt und führt mittelfristig zu einem Boomerangeffekt. Das wird der Jagd als Ganzes mehr schaden als nützen. Da die Abschusszahlen rückläufig sind, ist der Einschnitt für die Jägerschaft unbedeutend.

Es gibt also mehrere Gründe, die gegen Jagd auf Schneehühner und Schneehasen sprechen:

Zeit zu handeln

Die zu erwartenden Entwicklungen müssen berücksichtigt werden. Entscheide müssen faktenbasiert sein und nicht von Ideologien geleitet. Wir sind es, welche dabei die Verantwortung zur Biodiversität tragen. Es ist an der Zeit einzugreifen, um dem Schneehuhn eine ausreichende Überlebenschance zu geben. Wir können heute ein Zeichen setzen, welches den Kanton Uri in Sachen „Sorge tragen zur Natur“ positiv nach Aussen präsentiert. Der Kanton Tessin hat das bereits getan. In der Session vom Februar 2021 hat im Tessin der Gran Consiglio (Grosser Rat) die Jagd auf das Schneehuhn verboten. Der Entscheid fiel mit 54 Ja zu 8 Nein Stimmen eindeutig. Es verbleiben damit nur noch die Kantone Uri, Wallis und Graubünden, welche Jagd auf das Schneehuhn machen.

Zwar gibt es gewichtige weitere Gründe für die Gefährdung des Alpenschneehuhns, dennoch ist die Jagd auf diese potenziell gefährdete Art aus mehrfacher Sicht nicht zu rechtfertigen. Weiterhin uneingeschränkt die Jagd auf das Schneehuhn zu machen, würde von mangelndem Verantwortungsbewusstsein der Jägerschaft, aber auch der Regulatorischen Instanzen, gegenüber Umwelt und Biodiversität zeugen. Zeit zu einer verantwortungsbewussten und vorausschauenden Änderung der Kantonalen Jagd und Schutzverordnung (KJSV).

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Spenden und Kontakt.

Spenden & Kontakt

Spenden:

IBAN CH52 8080 8006 1728 6984 2

Adresse:

Komitee "Schneehuhn und Schneehase leben lassen"

Postfach

6490 Andermatt

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